IKEA goes shabby

IKEA goes shabby

Gibt es irgendeinen Haushalt in Deutschland, ach was sag ich,  in der Welt, in dem nicht ein Stück IKEA steckt? Und sei es auch ein klitzekleines Bisschen? NEIN, ich glaube nicht. Und auch wenn ich bei der Möbelauswahl mittlerweile völlig auf Secondhand oder Neu-Deutsch Vintage umgestiegen bin, findet sich doch auch bei mir noch das ein oder andere IKEA-Teil.

Vor einigen Jahren habe ich unter Einsatz meines Lebens zwei unbehandelte Fichtenholz-Kommoden im schwedischen Möbelhaus erkämpft. Und JA, das meine das durchaus wörtlich. Es handelte sich nämlich um eine Aktion und jeder, der sich durch die Masse gedrückt hat, bekam letztlich maximal 2 Coupons, die gegen die besagten Kommoden eingetauscht werden konnten. Dass ich ohne Quetschungen der tobenden Masse inkl. dieser zwei Coupons entkommen konnte, grenzt an ein kleines Wunder. Meine Mutter, die einfach nur daneben stand und gar keine Kommode wollte, wurde übels durch die Gegend geschupst und musste sich von dem Erlebnis erstmal mit einem Kaffee erholen.

Wie auch immer, die beiden Kommoden bekamen einen netten Anstrich mit Palisander-Lasur und verbrachten fortan ein friedliches Leben in meinem Schlafzimmer. Zwei solide, stabile und unauffällige Möbelstücke, denen die schwedische Herkunft trotz Palisander-Lasur noch deutlich anzusehen war. Da “nett” bekanntlich mit “langweilig” gleichzusetzen ist, musste was Neues her. Einfach Möbelstücke entsorgen ist nicht mein Fall (wie schon angedeutet und zu gegebener Zeit mehr dazu), also bekamen die soliden Kommoden ein schickes, neues Outfit. Shabby Chic eben.

Und so gehts:

  • lasierte Kommode mit mittelfeiner Körnung anschleifen
  • nun die Kommode mit einem Pinsel lackieren. nicht ganz so gleichmäßig, ruhig den Streichverlauf nachgeben (deshalb auch keine Rolle benutzen, das wird zu gleichmäßig)
  • trocknen lassen und mit grober Körnung vor allem die Kanten abschleifen
  • feucht und trocken abputzen. fertig 🙂

Material:

  • Entweder Schleifpapier und Schleifblock oder noch besser eine Schleifmaschine. Ich habe Meine mal günstig im Discounter erstanden.
  • Acryl-Weißlack. Ich benutze eigentlich nur noch Acryl-Lack, da er auf Wasser basiert, somit auch mit Wasser verdünnt werden kann, schneller trocknet und kaum stinkt.
  • Schwamm/Lappen zum Abputzen.
  • Ggf. Abdeckfolie (je nachdem, wo man das Schleifen und Lackieren in Angriff nimmt)

 

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