Ich liebe Secondhand-Möbel
In meinem letzten Blogeintrag habe ich noch großkotzig erwähnt, dass ich künftig mehr über meine Wahlheimat Stuttgart schreiben will. Nun sind einige Wochen vergangen und nix ist passiert hier auf meinem Blog.
Es ist aber nicht so, dass ich untätig gewesen wäre. Viel mehr habe ich mich weniger mit meinem Blog, dafür mehr mit unserem Häuschen beschäftigt, um ein kuscheliges Nest zu schaffen. Garten inklusive, auch wenn hier mein Superman doch um einiges mehr geleistet hat.
Wie auch immer ich bin halt für die Möbelgestaltung zuständig. Und an dieser Stelle sei gesagt: ICH LIEBE SECONDHAND-MÖBEL!!! Für mich gibt es nichts Schöneres, als ein altes Möbelstück wieder neu in Szene zu setzen oder einfach mit ein bissl Farbe aufzuhübschen. Im Winter schon geschehen mit meinem alten IKEA-Kommoden. Möbelstücke vom schwedischen Einrichter hat ja sicher fast jeder daheim, doch noch viel toller sind wirklich alte Fundstücke. Doch ich kaufe alte Möbel nicht nur, weil sie so herrlich günstig sind. Nein, alte Stücke haben eine Geschichte, einen Seltenheitswert und sie sind auch viel umweltfreundlicher! Für neue Möbel werden Bäume gefällt und sie sind oft mit Chemikalien behandelt, die aus den alten Möbeln mit den Jahren schon längst ausgedünstet sind. Warum also die schönen, alten Stücke wegschmeißen und Neue kaufen? Nene, da gebe ich den Alten doch lieber ein neues Zuhause. Und manchmal einen neuen Anstrich
Mein Fazit: Gebrauchte Möbel (und auch andere schöne Dinge) schonen den Geldbeutel und die Umwelt und fördern die eigenen Kreativität. Je nachdem, wo man sie kauft, tut man sogar noch was Gutes für die Mitmenschen (z.B. Sozialkaufhäuser).
Und weil ich so ein netter Mensch bin, gebe ich hier meine Lieblings-Fundgruben preis:
Fairkauf (Sozialkaufhauf der Caritas) in S-Feuerbach
Das Kaufhaus (Sozialkaufhaus von Neue Arbeit e.V.) in S-Wangen inkl. das kleine Kaufhaus (S-Zuffenhausen und S-Stammheim) sowie das Kaufhaus Deluxe (S-Bad Cannstatt)
Frühlings- und Herbstflohmarkt in Stuttgarts Innenstadt. Kann man Glück haben, muss aber nicht immer sein. Leider sind auch sehr viele Händler dort, die viele Dinge zu überteuerten Preisen anbieten. Dennoch: vor 2 Jahren haben wir einen coolen Retro-Sessel von einer netten Studentin erstanden.
Sperrmüll – Ohne Flax, hier kann man wirklich tolle Dinge finden. Habe jüngst eine kleine Sitzbank (wartet noch in der Garage aufs Aufmotzen) und einen großen Gartentisch gefunden. Also: immer schön mit offenen Augen durch die Welt laufen.
Ebay Kleinanzeigen – Hier gucke ich eigentlich täglich, was es Neues gibt und ich habe schon ettliche Möbelstücke erstanden.
Quoka – find ich nicht mehr ganz so geil, muss aber dennoch erwähnt werden. Hier nervt die viele Werbung und dass es weder eine mobile Version, noch eine Android-App gibt. Noch vor 1,5 Jahren habe ich hier allerdings nette Sachen gefunden, aber mittlerweile ist Ebay Kleinanzeigen deutlich besser sortiert.
Die Liste kann natürlich noch erweitert werden. Ihr könnt gerne eure Geheimtipps hier kommentieren. Und falls jemand von euch keine Lust hat, selbst auf die Suche zu gehen: ich übernehme das gerne für euch
Hier eine kleine, wirklich sehr kleine Auswahl meiner Errungenschaften:
Quoka-Fund. Die Kommode haben wir zusammen mit einem großem Bett, 2 Nachtschränkchen (beides gepimpt im Schlafzimmer), einem Spiegel (Garderobe) und einem Regal (als Gläserregal umfunktioniert über dem Essplatz) für Sage und Schreibe 30 Euro erstanden. Alles aus den 60ern, und im neuen Gewand nund alles Unikate.
Sessel aus dem Fairkauf für 4 Euro. Hab ihn einfach mit einem neuen Stoff bezogen. Die Holzfüße und Lehne finde ich so schön, die dürfen nicht versteckt werden. Und er ist super bequem.
Das kleine Schränkchen hab ich ebenfalls aus dem Fairkauf. Ich wusste zwar erst nicht wohin damit, aber bei dem Preis von 1 Euro konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Jetzt glänzt es im “neuen” Shabby-Look (rot lackiert und Kanten geschliffen).
Mein Lieblings-Schrank! Ursprünglich war es mal ein Herrenkleiderschrank, aber nun beherbergt er Fotos oben drauf, Geschirr und Besteck (natürlich ebenfalls Secondhand) im Inneren. Ich habe ihn letztes Jahr bei Ebay Kleinanzeigen entdeckt. Er stand auf dem Dachboden eines älteren Ehepaares, die ihn schon von ihren Eltern geerbt haben. Er ist Baujahr 1959/69 und immer noch top in Schuss. Und ich hab mal grad 10 Euro dafür hinblättern müssen.
Und hier der besagte Tisch vom Sperrmüll. Mit zwei neuen Schrauben und einem Anstrich in blass-grün sieht er einfach wieder toll aus. Die Bank hab ich letztes Jahr bei Quoka gefunden und dieses Jahr weiß gestrichen und im Shabby-Look geschliffen. Die Stühle waren ein Tages-Schnäppchen bei IKEA. Ich kann mich halt auch nicht ganz frei von neuen Dingen machen, aber dafür haben sie einen individuellen Anstrich bekommen.





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